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Wann darf abgeschleppt werden? Das sind die Regeln!

Ein unachtsamer Autofahrer blockiert die private Einfahrt oder steht stundenlang auf dem Kundenparkplatz? Wir von Hübl GmbH & Co KG sorgen für die Durchsetzung Ihres Rechts als Privatgrundbesitzer und klären Sie darüber auf, in welchen Fällen Sie das Abschleppen veranlassen dürfen, wann die Polizei hinzugezogen werden muss und wer die Kosten zu übernehmen hat.

Die grundlegenden Regeln – auf die Verhältnismäßigkeit kommt es an

Grundsätzlich gilt: Befindet sich das Fahrzeug auf öffentlichem Grund, ist zwingend die Polizei hinzuzuziehen. Stellt es jedoch gemäß §2 der Straßenverkehrsordnung eine Behinderung oder gar Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer dar, kann es sofort abgeschleppt werden.

Wenn das Fahrzeug hingegen auf einem Privatgrundstück steht, Folgendes: Ist es offensichtlich, dass der Fahrer des verkehrswidrig abgestellten Fahrzeuges Ihre Nachbarn besucht, müssen Sie diesen zunächst aufsuchen. Fremde Fahrzeuge, bei denen Sie den Besitzer nicht ohne Weiteres ausfindig machen können, dürfen Sie sofort abschleppen lassen.

Kostenübernahme beim Einsatz des Abschleppdienstes

Veranlassen Sie als Privatgrundbesitzer das Abschleppen des falsch abgestellten Fahrzeuges, müssen Sie zunächst für die Kosten aufkommen. Sie sind jedoch im Recht, diese Kosten vom Falschparker zurückzufordern. Können Sie den Privatgrund nicht – oder nur mit erhöhten Kosten – verlassen, lässt sich oft sogar Schadensersatz geltend machen. Dies kommt insbesondere infrage, wenn Sie zu spät zur Arbeit, zu einem Vorstellungsgespräch oder anderen, wichtigen Terminen kommen.

Manchmal kommt es vor, dass der Falschparker sich weigert, die Kosten zu erstatten. Landet der Fall vor Gericht, stehen Ihre Chancen wesentlich besser als die des Falschparkers. Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihren Erfolg vor Gericht erhöhen:

  • Sachverhalt schriftlich und fotografisch dokumentieren
  • Kontaktdaten von Zeugen sichern
  • Belege über den rechtswidrigen Aufenthalt des Fahrzeuges aufheben
  • Finanziellen oder anderweitigen Schaden belegen

Achtung Rechtsfalle: Private Parkkrallen

Der Stress, den Falschparker durch ihr unbedachtes Handeln auslösen, kann zu Fehlentscheidungen führen. Aufgrund des hohen Ärgernisses kam es beispielsweise bereits vor, dass private Parkkrallen am betroffenen Fahrzeug angebracht wurden. Dies stellt allerdings eine Nötigung nach §240 des Strafgesetzbuches dar. Wenn Sie das Fahrzeug dabei beschädigen, können Sie gemäß §303 des Strafgesetzbuches aufgrund von Sachbeschädigung sogar haftbar gemacht werden. Besser ist es, wenn Sie sich unmittelbar an einen professionellen Abschleppdienst wenden, um von Ihrem Recht als Privatgrundbesitzer Gebrauch zu machen. Auf diese Weise handeln Sie rechtskonform und ersparen sich ein juristisches Nachspiel.

Eins ist klar: Falschparker auf dem Privatgrund sind ärgerlich, vor allem wenn Sie dadurch wichtige Termine verpassen. Unter Berücksichtigung der Gesetze können Sie von Ihren Rechten ohne Gewissensbisse Gebrauch machen und, je nach Situation, den Abschleppdienst oder die Polizei rufen. Eigenständiges Handeln ist hier in keinem Fall zu empfehlen und kann für Sie Konsequenzen nach sich ziehen.